Zuletzt gelesenes Buch

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 5. Oktober 2014, 19:04

Åke Edwardson - Der letzte Winter (Den sista vintern, 2008)

Kommissar Erik Winter hat zwischenzeitlich ein wenig Abstand zum Schicksal Lars Bergenhems gewonnen. Seine Schuldgefühle am Tod seines Kollegen sind nicht mehr ganz so gegenwärtig. Auch die gesundheitlichen Probleme in Form der fürchterlichen Migräneattacken sind verschwunden. Durchatmen. Winter geniesst die für ihn eher ungewohnte, unbeschwerte Ruhe und hat endlich viel Zeit für die Familie. So steht auch an einem kalten Dezembertag ein Spaziergang an seinem, nein nun mehr ihrem gemeinsamen Grundstück am Meer an, um endlich die allgegenwärtigen Pläne für den Bau des Hauses direkt am Meer zu forcieren. Doch ausgerechnet an diesem Grundstück treibt an diesem Nachmittag unter den Augen seiner jüngsten Tochter eine Wasserleiche an. Fast gleichzeitig ruft einer junger Mann Winters Kollegen im Dezernat an, er sei im Bett aufgewacht und seine Freundin liege tot neben ihm. Ein Kissen auf ihrem Gesicht. Er sei es nicht gewesen. Schließlich seien sie abends zuvor gemeinsam ins Bett gegangen. Kaum werden die Ermittlungen insbesondere gegen den Freund aufgenommen, ruft erneut ein anderer junger Mann an. Seine Freundin liege neben ihm, mit einem Kissen auf dem Gesicht, erstickt im Bett. Er sei es sicher nicht gewesen. Winter, gerade erst mit der Suche nach der Identität "seiner" Wasserleiche angefangen, stolpert eher zufällig in die Ermittlungen der beiden getöteten jungen Frauen ...

Kommissar Erik Winter zehnter Fall könnte sein letzter sein. Spätestens nach einem Drittel des Buches kristallisieren sich die vage Andeutungen doch recht deutlich heraus. Bis dahin überwiegt zunächst die Sichtweise einer jungen, unerfahrenen Polizistin, die in den Fällen der beiden getöteten Frauen als einzige Person an beiden Tatorten anwesend war. Und die lesen sich im stetigen Wechsel zu Winters Sicht sehr flüssig, sehr spannend, allerdings fordern sie auch, wie in den allermeisten Fällen bei Edwardson, die Aufmerksamkeit/Fantasie des Lesers regelrecht heraus. Anschließend folgt der schwächste Teil des Buches. Winter erkennt, das ihn die Spuren immer wieder nach Marbella, Spanien, führen, unweit des ehemaligen Domizils seiner Eltern. Und dieser Name weckt seine Sehnsucht. Der kriminalistische Plot rückt dank eines etwas unerwarteten Ereignisses rechtzeitig wieder in der Vordergrund, bevor der Roman in eine ungewöhnliche, überwiegend großartig gelungene Schnitzeljagd mündet.

Auch hier sei betont: Edwardsons schwerer, düster gehaltener Schreibstil ist nicht jedermanns Sache. Daher kann ich viele Rezessionen verstehen und wiederum auch nicht verstehen. Denn mittlerweile sollte sich dies auch im Leserkreis von skandinavischen Krimis herumgesprochen haben. Einzig die Frage, warum Winter seinen Kollegen am Aufhören hindert, selbst aber, unter dem eigenen Eingeständnis „dass er nicht alle retten kann“, die Reißleine zieht, ist eine berechtigte Kritik.

Dank des wirklich erwähnenswerten "Schlusstwists", der schleichend anrollt, erhält Seiner letzter Fall eine 8,0 / 10 und ist seit "Zimmer Nr. 10" der Edwardsons beste Winter-Roman.

Der elfte Fall ("Das dunkle Haus") steht übrigens seit Anfang des Jahres in den Buchläden (gebundene Ausgabe).
Kinojahr 2018 (4.8.):B.O. 132,- bei 17 Bes.: M:I6 (+),SICARIO 2 (o),JURASSIC WORLD 2 (o),DP2 (o),SOLO (o),AVENGERS: IW (+),RP1 (o),QUIET PLACE (+),3BOEM (o),BLACK PANTHER (o),WIND RIVER (+), RED SPARROW (o),VERLEGERIN (o),SW8 (o),COMMUTER (o),NICHTS (+)

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Samstag 22. November 2014, 00:28

DAVID VANN: DRECK

Schon ein bisschen "krank". Ein 22jähriger Psychopath, dem man seine Entwicklung nicht verübeln kann. Nein, wirklich nicht

7/10

STEPHAN THOME: FLIEHKRÄFTE

Erstaunlich wie treffend und sensibel ein Autor das Seelenleben eines gut und gerne 10 bis 15 Jahre älteren Mannes sezieren kann.

8/10

Wiederentdeckung im Regal:

MAX GOLDT: QQ

Ich saß prustend in der S-Bahn. Was soll ich noch sagen ?

9,5/10

*****
WOLFGANG HERRNDORF: TSCHICK

Ich wage es ja kaum zu schreiben. Das ist ein schöner Roman. Fast ein wenig banal. Aber nichts, was diesen Kolossalerfolg rechtfertigen würde. Dieser ist einem - das klingt zynisch, ist es auch, jedoch nicht so gemeint - tragischen, aber nachvollziehbaren Freitod geschuldet.

6/10
Kinojahr 2018 (12.8.)
22 Filme;Ticketumsatz 188,70 €
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Samstag 7. Februar 2015, 01:48

Es ist einiges nachzutragen:

ROBERT SEETHALER : Ein ganzes Leben

Ein schmaler Band - ganz wunderbar. Für alle, die schon ein bisschen Leben hinter sich haben, eine inhaltliche wie stilistiche Freude. 9,5/10


VICTOR HUGO: Die Elenden

1400 Seiten in der Billigstausgabe. Da muss man Urlaub haben. Hatte ich. Und habe den Schinken genossen. Und mich manchmal auch - bis historisch-politischen Statements - gerieben

9/10


SABRINA JANESCH: Tango für einen Hund

Na ja, freut mich ja für das Sabrinchen, dass sie Fördergelder erhalten hat. Nur ...... so richtig gut angelegt waren sie nicht.

5/10


RENATE BERGMANN: Ich bin nicht süß, ich hab' bloß Zucker....

7/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Montag 20. Juli 2015, 03:39

Åke Edwardson - Das dunkle Haus (Huset vid världens ände, 2012)

Nach seiner Nahtoderfahrung während des letzten Falles nimmt sich Kommissar Erik Winter eine zweijährige berufliche Auszeit und zieht samt seiner Familie ins sonnige Marbella, Spanien, wo auch seine Mutter Siv lebt und sein Vater Bengt beerdigt liegt. Doch er fühlt sich mit Anfang 50 zusehends zu jung, um den Frührentner zu mimen und entscheidet sich, Frau und die beiden Töchter im warmen Marbella zurückzulassen und allein ins kalte Göteborg zurückkehren. Dort erwartet ihn prompt ein blutiger Mordfall. Eine Mutter und zwei ihrer Kinder sind erstochen worden, merkwürdigerweise verschonte der Mörder das Kleinkind der Familie. Die Liste der Verdächtigen scheint überschaubar, auch deren Alibis erweisen sich als nicht wasserdicht. Aber irgendwie gibt es auch kein verwertbares Indiz, was eindeutig für eine der Personen als Täter spricht. Winter fragt sich, ob ihm seine richtige und treffsichere Intuition während seiner Auszeit abhanden gekommen ist? Ob seine Methoden bei einer Mordermittlung zwischenzeitlich veraltet sind? Unübersehbare Selbstzweifel plagen Winter in diesem Fall ...

Die vierjährige Pause rund um seinen Kommissar hat der Figur gutgetan. Auch wenn zeitweilig Winters (fehlende) Intuitionen den eigentlichen Kriminalfall überlagern und diesen damit auch phasenweise stilllegen. Allein die durchweg beklemmende, irritierende Atmosphäre mit den teils nicht durchschaubaren Charakteren der Tatverdächtigen wurde selten so detailiert erreicht. Dass das Lesen UND Verstehen des gesamtes Buches Dank den irren und wirren Gedankenstränge des Kommissars nicht einfacher wird, dürfte Winter- bzw. Edwardson-Fans bekannt vorkommen und daher nicht weiter stören. Dafür durfte man in der Kriminalliteratur selten so tief in das Seelenleben des Hauptcharakters eintauchen. Das dunkle Haus liefert ein klassischen Kriminalplot, verpackt in menschliche Psychospielchen, die aus Winter Sicht niemals zu enden scheinen ... 8,0 / 10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von BobFalfa » Montag 20. Juli 2015, 17:22

Capitol hat geschrieben:DAVID VANN: DRECK

*****
WOLFGANG HERRNDORF: TSCHICK

Ich wage es ja kaum zu schreiben. Das ist ein schöner Roman. Fast ein wenig banal. Aber nichts, was diesen Kolossalerfolg rechtfertigen würde. Dieser ist einem - das klingt zynisch, ist es auch, jedoch nicht so gemeint - tragischen, aber nachvollziehbaren Freitod geschuldet.

6/10
So was kommt ja öfter vor, allerdings hatte das Buch den Erfolg schon bevor Wolfgang Herrndorf gestorben ist...

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Dienstag 21. Juli 2015, 20:29

Danke für die Wiederbelebung. :D

HARALD MARTENSTEIN: GEFÜHLTE NÄHE
6,5 /10

DANIEL KEHLMANN : F
7,5/10

in der "Retrospektive", sprich entstaubt und aus dem Regal gezerrt:

KLAUS MANN ; Der Vulkan
9,0 /10

KLAUS MANN : MEPHISTO
8,5/10

Und außerdem:

HANS FALLADA: DER ALPDRUCK
7/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Agent K » Dienstag 21. Juli 2015, 21:01

Boah, alles ziemlich schwere Kost. Du würdest Shakespeare wohl auch im klingonischen Original bevorzugen... :)

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Dienstag 21. Juli 2015, 22:06

:-) Also im Gegensatz zu einer frühen Elfriede Jelinek, einem frühen oder späten Peter Handke oder einer hoffnungslos überschätzten Göre namens Helene Hegemann ist das doch geradezu "Frauenarzt Dr. Merthin"......
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von heikomd » Montag 7. September 2015, 16:52

Richard Laymon "Der Wald" 7/10

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Freitag 25. September 2015, 23:14

Der Kurzurlaub fand ausschließlich mit "ollen Kamellen" aus dem Regal statt, die 5 oder 10 Jahre auf ihre Wiederentdeckung warteten:

RITA MAE BROWN: Böse Zungen 7/10

MARKUS DULLIN: Schwarzlicht 5/10

MARGARET ATWOOD: Der blinde Mörder 9,5/10...

Außerdem:

SERHIJ ZHADAN: Hymne der demokratischen Jugend 4/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Agent K » Sonntag 8. November 2015, 17:24

Ernest Cline: Ready Player One

Okay, ein wenig Begeisterung für die Popkultur der 80er sollte man schon mitbringen. Aber für einen Dinosaurier wie mich, der Geburt/Aufstieg von Computern und Internet selbst miterlebt hat, machen die vielen Referenzen einfach Spaß. Ebenso wie OASIS als glaubhafte virtuelle Realität. Da freue ich mich auf die Verfilmung von Steven Spielberg, der ja auch in der Vorlage schon oft genug erwähnt und gewürdigt wird...

8,5/10

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Freitag 11. Dezember 2015, 23:59

GEORGES SIMENON - Tropenkoller

3/10

CARLOS RUIZ ZAFON - Der Fürst des Parnass

6/10

T.C. BOYLE - DER SAMURAI VON SAVANNAH

6,5/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Sonntag 24. Januar 2016, 21:09

Viel nachzutragen nach einem sehr erholsamen Urlaub:

HANS FALLADA: JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN 8/10

FREDRICK BACKMAN: EIN MANN NAMENS OVE 9,5/10

MANFRED FLÜGGE: DAS JAHRHUNDERT DER MANNS 8/10

ALJOSCHA BRELL: KRESS 7,5/10

LEONIE OSSOWSKI: BLUMEN FÜR MAGRITTE : 3/10

ANDREA CAMMILERI: AUSSETZER . 4,5/10

ARNO GEIGER: SELBSTPORTRÄT MIT FLUSSPFERD 7,5/10

JUAN S. GUSE: LÄRM UND WÄLDER 7,5/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Montag 25. Januar 2016, 22:36

Nachtrag, zum 2.

F. SCOTT FITZGERALD:Die Straße der Pfirsiche 6,5/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Donnerstag 24. März 2016, 10:08

DER CIRCLE 7/10

Endlich bin ich mal wieder zum lesen gekommen. :) dieser roman war ja ein riesiger Bestseller, daher war meine Neugier geweckt, zumal ich das behandelte Thema interessant fand.

Das Buch ist recht leichtfüßig geschrieben und literarisch nicht allzu anspruchsvoll, sodass ich durch das über 500 Seiten starke Buch ziemlich schnell durchgekommen bin. Das Thema ist gut verpackt und der Zuschauer wird gut an die Hand genommen. Allerdings gibt es für mich drei zentrale Kritikpunkte: 1. Die Hauptfigur ist nicht sonderlich sympathisch.; 2. Ich finde, dass der Autor nicht kritisch genug mit dem Thema umgegangen ist; 3. An manchen stellen halte ich das Buch für inhaltlich leicht inkonsequent
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wenn es den ultimativ gläsernen Menschen geben soll, wieso darf er dann des nachts sämtliche Kameras ausmachen?
.

Gut ist aber in jedem Fall, dass die Geschichte recht realistisch ist.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Freitag 22. April 2016, 22:09

VON MÄUSEN UND MENSCHEN 9,5/10

Nachdem ich vor gut zwei Jahren in New York die Aufführung mit James Franco gesehen hatte, wollte ich nun endlich auch mal die Vorlage dazu lesen. Ein wirklich hervorragendes und unendlich berührendes Buch.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Dienstag 3. Mai 2016, 20:29

KATHARINA PETERS: Leuchtturmmord
2/10
Langweilig, sprödeste Dialoge und eine Anzahl von handelnden Personen, die einem Tolstoi oder Dostojewski zur Ehre gereicht hätte. Schon erschreckend, was inzwischen offensichtlich gleich zur Serie ausgebaut wird. Wie die bazillenhafte Vermehrung von TV-Kommissaren.

wieder entdeckt:
BERND ENGELMANN: Hotel Bilderberg 8/10

BARBARA GORDON: Ich tanze so schnell ich kann 6/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Mattis » Freitag 27. Mai 2016, 19:53

Capitol hat geschrieben: FREDRICK BACKMAN: EIN MANN NAMENS OVE 9,5/10
Ich habe das Buch auch gerade zu Ende gelesen und bin absolut sprachlos.
Ich will auch einen Ove.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von scholley007 » Freitag 27. Mai 2016, 21:36

Muss ich mir auch einen OVE holen. Der Film soll den Geist der Vorlage ja nicht wirklich gänzlich übertragen, hab ich mir sagen lassen....

Ansonsten heute angeschafft und ackere mich mehr und mehr beglückt durch die akribisch recherchierten und bildlich (SW/Farbe) wunderschön ausgestatten Seiten:

"KINO IN KÖLN" - (Von Wanderkinos, Lichtspieltheatern und Filmpalästen) von Marion Kranen und Irene Schoor - zwei rührige Vertreterinnen des "Köln im Film e.V." erzählen die Geschichte des Kinos von Tag 1 (20.4.1896) der bewegten Bilder in Köln bis in die Gegenwart.
Politische Hintergründe, soziale Umbrüche und filmische Geschmacksverirrung inklusive.

Habe erst mal einen kurzen Streifzug durch einzelne Kapitel gemacht, hin und her gesprungen - aber das Ganze kann man schon mal als exquisite Grundlagenaufarbeitung von rund 120 Jahren Filmgeschichte ansehen.
Pflichtkauf für jeden aufrecht Interessierten! Hab in der Buchhandlung meines Vertrauens dafür 24,90 Euronen gezahlt. Das geht schon in Ordnung....

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von ik100 » Montag 30. Januar 2017, 14:33

Hinter dem Horizont rechts von Chritopher Many 8,5/10

Ein Reisebericht über eine 4 jährige Reise mit dem Motorrad von Deutschland bis Australien.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Sonntag 5. März 2017, 19:32

1984 8/10

Hat erstaunlich lange gedauert, bis ich das Buch fertig bekommen habe. Gesellschaftspolitisch sicherlich hochinteressant, aber die Geschichte selbst ist nicht unbedingt überbordend spannend. Und nein: ich habe das Buch nicht wegen Trump gelesen.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 17. Dezember 2017, 14:27

Diesmal mache ich es kurz:


Arnaldur Indriðason - Menschensöhne (Synir duftsins, 1997 - 347 Seiten) 6,0/10

Arnaldur Indriðason - Todesrosen (Dauðarósir, 1998 - 304 Seiten) 8,0/10

Arnaldur Indriðason - Nordermoor (Mýrin, 2000 - 320 Seiten) 9,0/10

Arnaldur Indriðason - Todeshauch (Grafarþögn, 2001 - 364 Seiten) 9,0/10

Arnaldur Indriðason - Engelsstimme (Röddin, 2002 - 379 Seiten) 8,5/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von scholley007 » Sonntag 17. Dezember 2017, 21:24

Da die Arbeitslosigkeit bei mir ab Februar 2018 mal wieder (nach rund 23,5 Jahren) ein Thema wird, mal eine schöne depressive Studie eines Mannes wieder gelesen, die mir vor rund 30 Jahren mal unterkam und seither im Buchregal Staub ansetzte:

Stephen King als Richard Bachmann : SPRENGSTOFF (OT: Roadwork - um soviel passender!)
Der Highway wird ausgebaut. Und demzufolge muß Altes weichen. Der Geschäftsführer einer Wäscherei verweigert sich den unabänderlichen Tatsachen und steuert (halb sehenden halb blinden Auges) auf seine karrieremäßige und private Katastrophe zu. Zeitlich während der Ölkrise der frühen Siebziger spielend, gelingt King hier schon mit jungen Jahren ein grimmiges Portrait einer gescheiterten Existenz.
Hat mich beim Wiederlesen um einiges mehr für sich eingenommen, als in jüngeren Jahren. Wie heißt es so schön: "It (sic!) grows on you!"

Für den Ottonormalverbraucher vermutlich eher eine 5 bzw. 6 von 10. Von mir gibt´s eine 9/10

Und weil diese Wiederentdeckung so schön wahr, gleich noch einen zweiten King-Bachmann gegönnt (hab ja alle 5 aus der damaligen Heyne-Veröffentlichung):

AMOK 8/10 (auch hier ist "Rage" im Original der weitaus zutreffendere Titel)

Der stammt aus dem Jahre 1977 und dürfte eine düstere Abrechnung mit Kings Schul- und Studienzeiten darstellen.
Der Schüler Charles Decker nimmt - nachdem er seine Lehrerin erschossen hat - seine Schulklasse als Geisel. Und zwingt diese - wie auch sich selbst - Farbe zu bekennen: er erzählt von den kleinen Kümmernissen, die - unter dem Brennglas der sozialen Wahrnehmung durch Klassenkameraden und die Nachbarschaft - das Schubladendenken von Kindesbeinen an perfektionieren (Vergleich dazu: der alte Song von "Die Ärzte": Lass sie reden).
Hätte durchaus das Zeug gehabt, als Lehrstoff im Schulunterricht die seit Columbine so populären Amokläufe von Jugendlichen schon vor Jahrzehnten auffangen zu können. Wenn denn Lehrerschaft und weitsichtige Psychologen den diskussionswerten Boden dieser Erzählung erkannt hätten.

Muss mir hiernach wohl endlich mal wieder "Todesmarsch" geben. DIE Verfilmung wird es wohl nie geben. Das wäre einfach zu harter Tobak - gesellschaftlich und psychologisch gesehen....

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