Zuletzt gelesenes Buch

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Freitag 20. Dezember 2013, 00:15

Capitol hat geschrieben:Und ausnahmsweise rd 100 Seiten vor dem Ende (ich werde tapfer durchhalten):
PETER HENNING : Ein deutscher Sommer
Eine in meinen Augen gründlich misslungene, von geradezu penetrantem Bemühen um "Relevanz" getriebene belletristische Aufarbeitung des Geiseldramas von Gladbeck (wir Senioren hier erinnern uns dunkel) 2/10
Bin ich froh, dass Du mir zuvorgekommen bist.

Anlässlich der Ereignisse vor 25 Jahren kamen ja im Hochsommer (Jahrestag) diverse (teils hochspannende) Dokus (u.a. der eineinhalb Stünder "Gladbeck - Dokument einer Geiselnahme", produziert vom WDR).

Ebenfalls im (Früh-)Sommer diesen Jahres zeigten die TV-Sender sämtliche Dokus zu den Ereignissen des misslungenen GSG9-Einsatzes in Bad Kleinen ("20 Jahre RAF-Desaster in Bad Kleinen").

Da ich einen gewissen Hang zur (realen) Kriminalgeschichte besitze, lag der Griff zu den Printmedien nicht weit weg (u.a. hielt ich auch das von Dir noch nicht zu Ende gelesenes Buch in den Händen). Bin allerdings aus Zeitgründen dann vorerst davon abgerückt.

Danke. Kann ich damit abhaken.

Edit: Falls Du etwas "Ähnliches" lesen möchtest : "Der Hammermörder", Fred Breinersdorfer, Elke R. Evert: Der Hammermörder. Ein dokumentarischer Roman.

Ist, wenn ich mich noch recht erinnere, ein wenig dokumetarisch aufgebaut. Ich fand/finde das Buch hochspannend (liegt auch an der sehr nüchternen Erzählweise) und absolut faszinierend. Lag vielleicht auch daran, dass das Ganze damals Mitte der 80er faktisch vor der Haustüre passierte und sich damit auch seit meiner frühesten Kindheit ins Gedächtnis brannte. Muss allerdings zugeben, das ich das Buch vor zehn, zwölf Jahren zuletzt in den Händen gehalten habe. Insgesamt habe ich es vier oder fünf Mal gelesen. Jedesmal Gänsehaut.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Montag 23. Dezember 2013, 23:00

Besten Dank für den Tip, Markus. Bin immer auf der Suche nach Lesbarem
P.S.
Habe die 100 Seiten immer noch nicht bewältigt. Stöhn! Und morgen kommt der Nachschub "unter dem Tannenbaum"......
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Sonntag 5. Januar 2014, 19:27

Er ist wieder da 8/10


Es ist schon einige Zeit her, dass ich das buch gelesen habe. Hatte es schlicht vergessen zu melden

mir hat es insgesamt gut gefallen. Die ausgangsidee ist richtig klasse und deren Umsetzung im weiteren Verlauf größtenteils richtig klasse.vor allem wie manche ansichten und Mechanismen in der gegenwart entlarvt wurden hat mir gut gefallen.insgesamt ist das Buch in seiner vorgehensweise sehr konsequent. Nicht so toll fand ich allerdings, dass gegen ende des Buches zeitlich zu sehr gehtzt wurde und man sich nicht mehr für alles die angemessene zeit genommen hat. Zudem ist mir das ende zu sehr auf eine Fortsetzung ausgelegt.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Sonntag 5. Januar 2014, 21:27

Die "Bearbeitung" des Gabentisches hat begonnen mit

MONIKA MARON: ZWISCHENSPIEL

Ein Genuss, (fast) wie immer. Einziger Haken - die alberne Begegnung mit Erich und Margot. Unter ihrem Niveau. 9/10.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Marina » Dienstag 28. Januar 2014, 10:13

Ich lese gerade zum x. Mal "Das Känguru Manifest" von Marc-Uwe Kling, nachdem ich vor kurzem ebenfalls zum x. Mal "Die Känguru Chroniken" vom selben Autor ausgelesen habe. Beide bekommen von mir 10/10 Punkten, weil bissig, auf den Punkt, ironisch und wunderbar sozialkritisch. Ich freu mich schon auf das dritte Buch aus der Reihe, das im März erscheinen wird! "Die Känguru Offenbarung"
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von heikomd » Donnerstag 20. Februar 2014, 21:41

Richard Laymon Die Gang 7/10

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Freitag 21. Februar 2014, 22:02

Muss einiges nachtragen aus den letzten Wochen:

FRANS POLLUX : Tage der Flut (Aufbau)
Was am Anfang ein wenig nach der niederländischen Antwort auf die Apokalypsen a la Schätzing und Emmerich "riecht", geht recht bald in einen soliden und gar nicht wässrigen Politthriller über. 8/10

MARION POSCHMANN: Die Sonnenposition (Suhrkamp)
Vor nicht einmal 14 Tagen ausgelesen. Und ich musste eben nachsehen, worum es sich eigentlich drehte. Sagt eigentlich alles, oder ? Ziemlich öde und von beeindruckender Belanglosigkeit. 3/10

EDUARDO MENDOZA: Der Friseur und die Kanzlerin (Nagel & Kimche)
Na, da hat der Schweizer Verlag ja durch den deutschen Titel und den Klappentext ja in bemerkenswerter Weise erreicht, den Interessenten glauben zu machen, es handele sich um die literarische Rache der Zwangssanierten. Im Original übrigens: El enredo de la bolsa y la vida, was ja wohl "lediglich" heisst: Die Verwicklungen (an) der Börse und das Leben. Nun ja, jeder Krämer - auch jeder Kulturkrämer - muss heutzutage seine Ware auffrischen. Egal: Ein sehr schöner, phantasievoller, streckenweise brüllend komischer "Schelmenroman". Fast ganz ohne Kanzlerin, aber mit nem Friseur. 9/10

Und aus der Reihe "Zweitlesung" aus dem Buchregal:
JOHN IRVING : Witwe für ein Jahr (Diogenes)
Nach rund 15 Jahren "wie neu". Und ein echter Irving'scher Genuss. Bissel geschwätzig vielleicht (da neigt der Gute ja schon ein wenig zu), aber dafür bären- und ringerfrei !!!! 8/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Lost77 » Samstag 8. März 2014, 10:12

Terry Pratchett; Dunkle Halunken; 4,5/10

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von scholley007 » Sonntag 9. März 2014, 13:02

Terry Pratchett: Das Mitternachtskleid

Für mich Pratchetts wohl schönstes Buch bislang. Mit einer Sprache die hier und da wirklich im Kopf des Lesers singt.


Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen

Ich bin nicht ganz sicher: gibts inzwischen drei oder gar vier Verfilmungen von dem Stoff? Wobei Sean Penns Adaption mit Jack Nicholson wohl die bessere ist. Auch wenn Gert Fröbe in "Es geschah am hellichten Tag" ganze Generationen an Kindern und Jugendlichen zu gruseln brachte - und er einer der besten Heinz Rühmann-Filme überhaupt bleibt.... (Eine britische TV-Produktion mit Richard E.Grant in der Hauptrolle hab ich nach zwanzig Minuten abgebrochen - zu billig erschien mir die Inszenierung; Joachim Krol durfte in einem TV-Movie der "German Classics" ebenfalls ermitteln - keinen Schimmer wie der sein soll).
Der Roman selbst basiert auf dem Drehbuch, das Dürrenmatt im Auftrag für "Es geschah am hellichten Tag" schuf. Nach Abschluss der Dreharbeiten allerdings besann er sich - und änderte das Finale für die Romanfassung ab.
Heraus kommt ein ungeheuer kraftvolles knappes und prägnantes Werk, das einen nach weniger als 150 Seiten dann doch ein wenig erschlagen zurücklässt...
Toll!

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von heikomd » Donnerstag 13. März 2014, 20:58

Guillermo del Toro, Chuck Hogan

Die Saat 7/10

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Freitag 25. April 2014, 21:14

Muss nachtragen:

Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus....
8/10

Und zum (mindestens) dritten Mal:
Irene Dische: Großmama packt aus
10/10
Eine Sternstunde der Irene Dische zum Lachen und Weinen. Zwei weitere Werke von ihr, die ich mir voller Euphorie zugelegt hatte, ließen mich dagegen eher befremdet zurück. Vielleicht muss ich auch mal bei diesen einen zweiten Durchlauf starten .....
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Freitag 25. April 2014, 22:15

Muss auch noch was nachtragen, danke für deine ''Erinnerung'' Capitol :) :

REVERSIBLE ERRORS (Das Gift der Gewissheit) 7/10

Mal wieder ein Scott Turow-Krimi, dieses Mal aber auf englisch. Nach DIE GIERIGEN UND DIE GERECHTEN mein 2. liebstes Buch von ihm. War sehr spannend geschrieben, die Charaktere nicht zu oberflächlich und gut erklärte überraschende Wendungen. Obwohl ich nur selten Bücher auf englisch lese, hats hier hervorragend geklappt. :)
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Montag 19. Mai 2014, 18:09

DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER 7/10

Dafür, dass ich normalerweise wirklich gar keine romantischen Romane lese (sondern fast ausschließlich Krimis) und das Buch doch recht deutlich an Jugendliche gerichtet ist, hat mir DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER wirklich gut gefallen. Hier und da hätte das Buch etwas ausführlicher sein können/müssen, aber was den Roman auszeichnet ist auch nicht eine ausgefeilte Geschichte als solche, sondern viel mehr seine Charaktere, die der Autor sehr glaubwürdig darzustellen weiß, wobei sich das Buch fast ausschließlich auf Hazel Grace und Augustus sowie hier und da auf Isaack konzentriert. Alle anderen sind kleine Nebenfiguren, die aber ausführlich genug angerissen werden, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Die Wortwahl des Autors wirkt sehr natürlich, nicht buchttechnisch angepasst gekünstelt, sodass sich DAS SCHICKSAL im Prinzip wie ein ausführliches Tagebuch einer Jugendlichen liest, deren verschiedenen Auf und Abs man emotional weitesgehend richtig mitfühlt, da man sich gut in die Protagonistin hineinfühlen kann. Kein Wunder, dass der Roman eine Menge Leute zu Tränen rührt, wobei aber zu betonen ist, dass DAS SCHICKSAL nur sehr selten wirklich rührselig/kitschig wirkt.

Ich bin echt mal gespannt, wie die das im Film nun machen, ob sie es hinkriegen, dass DAS SCHICKSAL nicht zu einem rührseligen Tränendrücker verkommt, sondern die Waage zwischen tiefer Emotionalität und distanzierter Sicht ausgewogen halten. Es gibt auf jeden Fall zwei Sachen, die meines Erachtens im Film unbedingt angepasst werden müssen: 1.
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Es ist ja vollkommen normal, dass Hazel Graces Vater sehr traurig ist. Aber ihn in praktisch jeder Szene in Tränen ausbrechen zu lassen, ist zu viel des Guten. Da muss im Film deutlich heruntergefahren werden, sonst droht große Kitsch-Gefahr.
2.
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Den Autor, den Hazel Grace im Buch treffen will, stellt sich als dicker, fetter Alkoholiker raus, der die ganze Zeit nur Leute beleidigt. Seine persönlichen Hintergründe werden praktisch nicht ausgeleuchtet (wobei das allerdings zugegebenermaßen zu dem tendenziellen TagebuchStil von DAS SCHICKSAL passt.) Ich würde mir wünschen, dass seine Hintergründe im Film zumindest leicht mehr angerissen werden und er vor allem kein alter fetter Herr ist.
Mindestens Wunsch 2 scheint mir erfüllt zu werden, da
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Willem Dafoe den Schriftsteller spielt und ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass er zu einer fetten Qualle gemacht wird.
.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Montag 19. Mai 2014, 20:43

Tja, was soll man zu einem Doppelpack Virginia Woolf sagen ? Vor Jahren bin ich mit "Zwischen den Akten" kläglich gescheitert. Jetzt gab's eine Sonderausgabe der Dalloway'schen auf dem Wühltisch. Und als ich mich erstmal eingelesen hatte, bin ich auch noch mal an das vor Jahren genervt abgebrochene Werk gegangen. Gar nicht mal so übel..... wenn auch - wie gesagt - seeeehr "einlesebedürftig"......

MISSES DALLOWAY 7/10

ZWISCHEN DEN AKTEN 6/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Montag 19. Mai 2014, 20:49

Noch ein kleiner Nachtrag zu meiner kurzen Rezi:

Trotz meines grundsätzlichen Lobes kann ich aber dennoch nicht die ganzen massiven Lobeshymnen nachvollziehen, die über diesen Roman ausgeschüttet wurden bzw. werden. Besonderen literarischen Wert hat es nicht, wenngleich die Protagonistin und ihr Freund das ein oder andere Mal klug ein paar Verse berühmter Dichter oder Philosophen zitieren. Insgesamt also ein gutes einfühlsames Jugendbuch, allerdings ohne allzu großen Tiefgang.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Montag 9. Juni 2014, 21:08

Und auch vom Wühltisch, aber angeblich ja Weltliteratur:

GUY DE MAUPASSANT : BEL AMI

6/10

Amüsant, aber - Heiligenschändung hin oder her - letztlich sehr trivial.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Freitag 27. Juni 2014, 18:01

Anlässlich seines 20. Todestages mal wieder aus dem Schrank geholt nach laaaangen Jahren
(Ist natürlich Quatsch. Dass sich sein Tod zum 20. Mal gejährt hat, fiel mir eben erst auf :-) )

CHARLES BUKOWSKI
Hot Water Music

Der Mann war ja total "krank", aber eben auch ziemlich genial.

8/10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von heinzer » Freitag 27. Juni 2014, 21:28

Marionetten von John le Carre.

Im letzten Sommer gekauft und jetzt endlich beendet, weil der Film ja bald kommt.

Keine Ahnung, warum es so lange gedauert hat, das Buch zu lesen. Ich schätze le Carres Bücher ungemein aufgrund ihrer "Menschlichkeit". Genauso wie die Eric Amblers.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 20. Juli 2014, 10:12

Åke Edwardson - Toter Mann (Nästan död man, 2007)

Ein verlassener Wagen frühmorgens mitten auf einer sogenannten "Selbstmörderbrücke" in Göteborg. Der Motor läuft noch, die Türen stehen offen. Und ein Einschussloch. Nur kurze Zeit später wird auf einen mehr oder weniger bekannten Autor geschossen, nachdem er sich mit seinem Nachbar über (zu) laute Musik gestritten hatte. Und direkt vor den Häusern der beiden Streithähne steht der geparkte Wagen eines Lokalpolitikers, dessen Wohnanschrift allerdings in eine ganz andere Richtung weist. Kommissar Erik Winter vermutet irgendwelche Zusammenhänge, kann sie aber nicht erkennen. Dann ein erstes Todesopfer ...

Der neunte Fall rund um Kommissar Erik Winter und sein Team ist, wie man schon anhand der Einführung herausfiltern kann, sehr schwierig zu lesen. Insbesondere im ersten Drittel des Buches wechselt der Autor (unerwartet) oft die Perspektive, so dass man kaum die Zusammenhänge der einzelnen Handlungsbögen mitverfolgen kann. Und dabei passiert auf den ersten Seiten, was der kriminaltechnische Plot angeht, recht wenig. Das Buch beschäftigt sich mehr mit dem fast fünfzigjährigen Winter, dessen Charakter an einem innerlichen Wendepunkt zu sein scheint. Dass das Buch trotz einiger langatmigen Phasen einigermassen seinen Rhythmus behält, liegt an der mittlerweile sehr ausgereiften Figurenzeichnungen und der üblichen zwischenmenschlichen Schwere, Düsternis, die der Roman über die ganze Zeit begleitet. Wenn sich die Erzählperspektive ab der zweiten Hälfte zunehmend auf Winter konzentriert, tritt die Bezeichnung "Kriminalroman" bis zum etwas überzeichneten Ende wieder mehr in den Vordergrund und bringt den Plot fast wie gewohnt flüssig und spannend ins Ziel.

Edwardsons schwerer, ungewöhnlicher Schreibstil ist nicht jedermanns Sache, daher die Empfehlung, falls hier Interesse geweckt sein sollte, auch aus chronologischen Gründen mit dem ersten, 1997 erschienenen Krimi um Winter, "Tanz mit dem Engel" zu beginnen (insbesondere auch wegen Einführung diverser Figuren, die Winter mehr oder weniger in den nachfolgenden Krimis begleiten).

Die letzten drei, vier Winter-Romane zeig(t)en vereinzelt ungewohnte Schwächen, auch Toter Mann bleibt davon nicht ganz verschont, daher : 7,0 / 10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 20. Juli 2014, 19:33

Michael Connelly - Der Widersacher (The drop, 2011)

Detective Harry Bosch, zwischenzeitlich bei der OU (Offen-Ungelöst), oder neudeutsch auch Cold Case-Unit des LAPD, bekommt einen alten Fall aus dem Jahre 1989 zugeteilt. Eine Studentin wurde vergewaltigt und anschließend getötet, die DNA-Spuren können jetzt einem bekannten Sexualstraftäter zugeordnet werden. Das Problem: Der Täter war damals erst 8 Jahre alt. Kurz darauf stürzt sich der Sohn eines Stadtrats, ein ehemaliger Vorgesetzter und Widersacher Boschs, aus dem siebten Stock eines alten Hotels. Selbstmord? Oder doch Mord? Der Stadtrat lässt seine Beziehungen spielen und beauftragt ausgerechnet Bosch damit, den Todesfall seines Sohnes zu untersuchen ...

Connellys 17. Roman rund um den Einzelkämpfer Detective Harry Bosch ist, obwohl mir noch drei oder vier dazwischen fehlen, der absolut schwächste. Das in den Romanen den Detective immer wieder Schatten, auch wenn sie noch so dunkel sind, aus der Vergangenheit begegnen, ist bei einer Millionenstadt wie L.A. und dem dazugehörigen riesigen Polizeiapparat wirklich nicht mehr realistisch. Dazu der Schreibstil in einzelnen Passagen, einfach nur schlampig und unprofessionell. Die Fälle an sich sind nur leidlich spannend, und am Ende fragt man sich, was Connelly mit diesen mehr oder weniger zwei Handlungssträngen, die auch noch bestenfalls mittelmäßig geschrieben sind, bezwecken wollte.

Dass Connelly kein Feingeist in Sachen Schreibstil ist, weiß man spätestens seit seinem dritten, vierten oder fünften Roman, aber "The drop" ist so etwas vom Reißbrett geschrieben, dass man von Connelly so eigentlich weniger kennt und deshalb im Nachgang nur noch bitterer aufstößt. Etwas bereue ich den Spontankauf, daher für Der Widersacher auch nur 5,0 / 10
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Dienstag 22. Juli 2014, 00:19

Michael Connelly - Schwarzes Eis (The Black Ice,1993)

Eine heruntergekommene Absteige in Hollywood. Eine männliche Leiche. Cal Moore, eine entfernter Kollege Boschs vom LAPD, seit Tagen vermißt, hat sich den Kopf weggepustet. Obwohl Bosch Bereitschaft hat, wird der Fall sofort an eine andere Einheit übergeben. Bosch erhält lediglich die Aufgabe, die Witwe des Polizisten zu unterrichten. Am nächsten Tag soll er laut seinem Vorgesetzten die offenen Mordfälle eines alkoholkranken Teammitglieds übernehmen, der sich endgültig kaputt gesoffen hat und die Frühpensionierung anstrebt. Da taucht Cal Moores Name in einem der ungelösten Fälle auf. An so viel Zufall glaubt Bosch nicht und beginnt den Selbstmord Moores zu hinterfragen ...

Nachdem mein drittes Buch für den Urlaub leider etwas zu spät ankam, vorsorglich zur "Zweitlesung" der zweite Harry Bosch-Roman mitgenommen. Einer der kürzesten Bosch-Romane überhaupt und vielleicht daher auch einer der besten. Verliert auch nach über 15 Jahren nach "Erstlesung" insbesondere in der zweiten Hälfte nichts von seiner thrillerähnlichen Anziehungskraft. Der Main Plot ist klar, flüssig und teils sehr detailert beschrieben. Sehr viel Hintergrundinformationen, sehr viele Details runden den nicht ganz klassischen Krimi ab, ohne den Spannungsbogen arg zu strapazieren. Das Ende wartet noch mit einer kleinen Überraschung auf. Trotz des manchmal sehr einfachen Schreibstiles erhält Schwarzes Eis 7,5 / 10.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Sonntag 27. Juli 2014, 20:34

Muss noch nachtragen, dass ich dem wiederentdeckten Bukowski gleich im Anschluss noch mit
AUFZEICHNUNGEN EINES AUSSENSEITERS und -ähem-
FUCK MACHINE gehuldigt habe.

Jetzt reicht's wohl wieder für einige Zeit.....
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 3. August 2014, 18:38

Michael Connelly - Die Frau im Beton (The concrete blonde, 1994)

Detective Harry Bosch ist sich sicher. Er hat vor vier Jahren den richtigen Mann, den wahren Täter, festnehmen wollen. Auch wenn die Witwe des Täters ihn jetzt wegen eines fahrlässigen polizeilichen Amtsmissbrauchs in einem zivilrechtlichen Prozeß belangen will. Bei der Festnahme des wegen elffachen Mordes gejagten "Puppenmörders", er schminkte seine weiblichen Opfer auffällig nach der Tat, kam es zu einem Schusswechsel mit Todesfolge. Dummerweise war Bosch damals nach einem Hinweis einer Prostituierten alleine losgezogen, weil zig eingehende Hinweise immer wieder ins Nichts führten. Bosch sieht dem Prozeß daher gelassen entgegen. Doch während des Verfahrens taucht urplötzlich ein zwölftes Opfer auf. Einbetoniert. Aber eindeutig die Handschrift des "Puppenmörders". Todeszeitpunkt höchstens zwei Jahre. Gibt es einen Nachahmungstäter oder hat Bosch doch den Falschen erwischt ...

Connellys dritter Roman um Harry Bosch ist kein klassischer Krimi, sondern eine durchaus gelungene Mischung aus einem Gerichtsthriller, der gut die erste Hälfte des Buches dominiert und dem von Connelly zu erwartenden Cop-Krimi. Gerade die erste Hälfte des Buches weckt in nicht wenigen Passagen Assoziationen zu Grishams Thriller, nur das eben mehr der kriminalistische Plot anstelle des Thrillerplots zunehmend in Vordergrund rückt. Leider kann der Roman sein Auftakttempo spätestens ab der Mitte nicht mehr ganz halten, was auch mal wieder an dem leicht schlampigen Schreibstil Connellys liegt. Auch die Lösung des Falles liegt dem Leser fast schon auf der Hand, eine vorhersehbare Wendung tritt ein, bevor auf den letzten Seiten auch über 15 Jahre nach Erstlesung zwei einigermaßen überraschende Wendungen für einen gelungenen Spannungsbogen sorgen. Auch wenn einige Klischees rund um das LAPD von Connelly wieder bedient werden, vor allem die ersten und auch die letzten Seiten lassen einen (trotz des dämlichen deutschen Titels. Der OT ist allerdings auch nicht viel besser) versöhnlich zurück : Die Frau im Beton 7,5 / 10.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Capitol » Dienstag 19. August 2014, 13:42

Meinerseits "nur" eine Wiederentdeckung eines unscheinbaren Taschenbuchrückens im Regal, 2. Reihe:
WILLIAM GOLDING: DER HERR DER FLIEGEN
9,5/10
Kinojahr 2018 (18.10.)
29 Filme;Ticketumsatz 248.50 €
Zuletzt: Vorname,Ballon,Gundermann
TOP3 3 Tage in Quibéron,Der Vorname,Three Billboards
FLOP3 Safari,Ready Player One,Familie Brasch

Pi Jay
Mister Skeptic
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Registriert: Samstag 13. Juli 2013, 13:25

Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Pi Jay » Dienstag 9. September 2014, 11:04

Irgendwie ist es fast unverzeihlich, dass ich hier noch nichts gepostet habe, aber mir fehlte schlichtweg die Zeit. Außerdem lese ich nicht mehr so viel wie früher, weil ich berufsbedingt viel lesen muss (allerdings meistens Drehbücher) und noch mehr selber schreibe. Aber okay ...

Ben Aaronovitch: Der böse Ort

Seit "Games of Thrones" lese ich hin und wieder Fantasy-Romane, die ich früher gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser. "Der böse Ort" ist der vierte Band einer Reihe, deren erstes Buch ("Die Flüsse von London") ich auf dem Grabbeltisch gefunden und für eine längere Bahnfahrt gekauft habe - es ist auch das schwächste. Auf dieselbe Weise bin ich an das zweite geraten und wollte dem Autor, der ziemlich witzig schreibt, eine Chance geben. Und seither bin ich süchtig ... Im Prinzip geht es um einen modernen Zauberlehrling, der für die Londoner Polizei Verbrechen aufklärt. Wirklich amüsant.

James Salter: Verbrannte Tage

Leider habe ich erst 40 Prozent davon durch. Ich bin ja kein Fan von Autobiografien, aber Salter ist schließlich nicht irgendwer, sondern einer der besten Autoren unserer Zeit, daher war ich neugierig. Wie immer sehr gut geschrieben, erzählt er mir leider lauter Dinge, die ich über sein Leben nicht wissen will. Aber das wird sich hoffentlich ändern, wenn seine endlos lange Militärzeit vorbei ist und er über seine Romane und Drehbücher berichtet.
"Lichtjahre" ist übrigens sein bester Roman und das einzige Buch, das ich immer und immer wieder lese, nicht komplett, aber passagenweise.

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